5G trAAfic

© Stefan Coders, Pixabay

Aus- und Umbau der Mobilfunknetze hin zum 5G-Standard

Herausforderung

Um Deutschland als Leitmarkt für 5G-Anwendungen zu etablieren, ist die Erstellung von Konzepten für 5G-Pionierprojekte in Modellregionen ein essentieller Schritt. Dadurch soll der Aus- und Umbau der Mobilfunknetze hin zum 5G-Standard realisiert werden.

Die Förderung systemischer, transdisziplinärer und umsetzungsorientierter Mobilitätsforschung des Bundesverkehrsministeriums soll Wege aufzeigen, wie das komplexe Mobilitätssystem unter Einbeziehung von 5G optimiert werden kann. Das Projekt „trAAffic“ setzt hier an und befasst sich mit unterschiedlichen Aspekten der künftigen Mobilität in Aalen unter Einbeziehung von 5G. Im Rahmen des Projekts wird als exemplarisches Anwendungsfeld ein 5G basiertes Verkehrsmanagementsystem für die Verkehrssteuerung und deren Optimierung genutzt.

Methodik

Innerhalb der sechsmonatigen Projektlaufzeit werden Lösungsansätze und Konzepte entwickelt, die mittels 5G die Zukunft der Mobilität prägen werden.

Neben dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) beteiligen sich die Hochschule Aalen, die Industrie- und Handelskammer, die GEO DATA GmbH, die Stadtwerken Aalen, die NetCom BW sowie weitere Partner an der konzeptionellen Entwicklung, die über mehrere Workshops vorangetrieben wird.

Je fünf vielversprechende Konzepte aus den nun geförderten 67 Projekten werden in den Jahren 2020 und 2021 in einer zweiten Projektphase mit einer Umsetzungsförderung von insgesamt 4,5 Millionen Euro unterstützt.

Ergebnis

Mit dem erarbeiteten Konzept soll eine Grundlage für die Erprobung und Erforschung anwendungsbasierter Lösungen unter realen Bedingungen geschaffen werden.

Mit den richtigen Maßnahmen soll die Stadt Aachen zu einer smarten und vernetzen Stadt werden. So trägt das Projekt „trAAffic“ dazu bei, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und beispielsweise Einsatzkräften in Notfällen eine bessere Informationengrundlage sowie einen schnelleren Zugriff und eine zügigere Ankunft am Einsatzort zu ermöglichen. Um dies zu verwirklichen, werden unterschiedliche Datenquellen zusammengeführt. Im Ergebnis wird ein digitaler Schatten entstehen, der durch Algorithmen-basierte künstliche Intelligenz unterschiedliche Verkehrssituationen digital abbildet, die mit Blick auf die zukünftige Verkehrsplanung von Relevanz sind. Damit lässt sich unter Einbezug der 5G-Technik, entsprechender Datenerhebung, deren Auswertung und dem Generieren von für die Verkehrsteilnehmer nützlichen Informationen das Verkehrsaufkommen an kritischen Stellen reduzieren bzw. umleiten. So kann durch intelligente Steuermechanismen der Verkehr in Echtzeit verbessert werden.